Welt 12.09.2026
11:46 Uhr

„Was soll das?“ – Klingbeil empört über CDU-Angriff auf Bärbel Bas


SPD-Chef Lars Klingbeil hat die CDU-Forderungen nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas scharf zurückgewiesen. Bei einem Auftritt in Niedersachsen wundert er sich öffentlich: „Wohin zieht es eigentlich einige in der CDU?“

„Was soll das?“ – Klingbeil empört über CDU-Angriff auf Bärbel Bas

SPD-Chef Lars Klingbeil hat auf einen heftigen Angriff auf seine Co-Parteichefin Bärbel Bas aus den Reihen der Union reagiert. „Was soll das? Wir sind in verdammt schwierigen Zeiten. Wir müssen zusammenhalten in einer Regierung“, empörte sich der Finanzminister und Vizekanzler bei einem Wahlkampfauftritt im niedersächsischen Celle. Klingbeil bezog sich damit auf Äußerungen des Vorsitzenden des einflussreichen Parlamentskreises Mittelstand (PKM) in der Unionsfraktion, Christian von Stetten. „Die Ministerin ist nicht mehr tragbar“, hatte der CDU-Abgeordnete der „Bild“ über Bundesarbeitsministerin Bas gesagt (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/inland/maechtiger-cdu-mann-bas-als-ministerin-nicht-mehr-tragbar-6aa3edcd181cb962d488bedf) . „Seit Monaten blockiert sie die Reformen, die unser Land so dringend braucht.“ Klingbeil nannte von Stettens Namen nicht, erwähnte aber den „Bild“-Artikel. Wunsch nach mehr Harmonie in der Koalition Klingbeil wandte sich an die CDU und betonte, es gebe im Bundestag eine „zweite Mehrheit“ neben Union und SPD, und zwar Union und AfD. „Aber das will ich nicht. Und ich hoffe, dass das viele in der Union auch nicht wollen, aber wenn ich solche Kommentare wie gestern höre, dann frage ich mich schon: Wohin zieht es eigentlich einige in der CDU?“ Konservative hätten häufig das Problem, sich nicht klar genug von den Rechtsextremen in Deutschland abzugrenzen, sagte Klingbeil. Es sei aber wichtig im Kampf gegen die AfD, dass die demokratische Mitte zusammenhalte und es gemeinsam hinbekomme. „Und ich wünsche mir, dass alle in Berlin mithelfen, dass das künftige Miteinander wieder besser wird.“